Petition «Handyverbot an der Schule Malters»
4. Juli 2025 – Der Gemeinderat und die Bildungskommission werden beauftragt, ein generelles Verbot für die Nutzung privater elektronischer Geräte (wie Handys, Tablets, Laptops) auf dem Schulareal der Schule Malters umzusetzen. Das Verbot soll während der gesamten Schulzeit gelten – sowohl im Unterricht als auch in den Pausen. Ausgenommen sind pädagogisch begründete Einsätze im Rahmen des Unterrichts. In solchen Fällen können Lehrpersonen gezielte Ausnahmen definieren. Zur Sicherstellung der Einhaltung wird das Verbot durch klare Verhaltensregeln und konsequente Kontrollen auf dem Schulareal unterstützt. Ziel ist es, ein einheitliches, störungsfreies und gesundes Lernumfeld für alle Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Darüber hinaus soll die Schule alternative Formen der Kommunikation und des sozialen Miteinanders fördern – beispielsweise durch Programme zur Stärkung der sozialen Kompetenzen oder durch Workshops für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Im Zentrum steht die Förderung eines bewussten, reflektierten Umgangs mit digitalen Geräten. Themen wie Datenschutz, Cybermobbing sowie digitale Verantwortung sollen fester Bestandteil der schulischen Medienbildung sein und gezielt im Unterricht behandelt werden.
Begründung für ein generelles Handyverbot an der Schule Malters
1. Stärkung der psychischen Gesundheit
Die permanente Nutzung sozialer Medien steht nachweislich in Zusammenhang mit erhöhtem Stress, Angstzuständen und depressiven Symptomen bei Jugendlichen. Zudem zeigen wissenschaftliche Studien, dass übermässiger Handygebrauch Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und ein erhöhtes Suchtpotenzial begünstigt.
2. Prävention von Cybermobbing und digitaler Gewalt
Smartphones ermöglichen jederzeit das Verbreiten verletzender Inhalte, heimliche Aufnahmen oder das Ausüben von Cybermobbing. Die Zahl gemeldeter Fälle nimmt
stetig zu und kann erhebliche negative Folgen für betroffene Schülerinnen und Schüler
haben.
3. Förderung von Konzentration und Lernleistung
Bereits die reine Präsenz eines Smartphones kann die Aufmerksamkeit beeinträchtigen. Ein schulisches Umfeld ohne ständige digitale Ablenkungen unterstützt konzentriertes, nachhaltiges Lernen und fördert die aktive Teilnahme am Unterricht.
4. Stärkung sozialer Kompetenzen
Die schulischen Pausen sollen bewusst als Zeiten der Erholung und sozialen Begegnung genutzt werden. Ohne digitale Geräte entsteht mehr Raum für persönliche Gespräche, Bewegung und gemeinschaftliche Aktivitäten. Der direkte Austausch unterstützt zudem die Entwicklung von Konfliktlösungskompetenzen und sozialen Beziehungen.
5. Abbau sozialer Ungleichheiten
Der Besitz moderner Geräte kann sozialen Druck erzeugen und zu Statusdenken führen. Ein einheitliches Verbot hilft, materielle Unterschiede zu relativieren und fördert ein gerechteres Miteinander im Schulalltag.
6. Pädagogische Klarheit und Vorbildfunktion
Die Schule hat die Aufgabe, junge Menschen zu reflektiertem und verantwortungsvollem Handeln im digitalen Raum zu erziehen. Eine klare Haltung gegenüber der privaten Gerätenutzung im Schulkontext setzt ein wichtiges Zeichen für reflektierten Mediengebrauch und pädagogische Konsequenz.
Fazit
Ein generelles Handyverbot an der Schule Malters leistet einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden, lernförderlichen und sozialen Schulumfeld. Es stärkt die Konzentrationsfähigkeit
und reduziert digitale Ablenkung im Schulalltag. Gleichzeitig schützt es Kinder und Jugendliche vor den Risiken sozialer Medien, wie etwa Cybermobbing, psychischer Belastung und sozialem Druck durch Gerätevergleiche.
Pausen sollen bewusst zur Erholung, Bewegung und zur Förderung des direkten sozialen Austauschs genutzt werden – nicht für Bildschirmzeiten. Die Schule muss ein Ort der persönlichen Entwicklung, der Bildung und des sozialen Lernens sein. Positive Erfahrungen aus anderen Schulen zeigen, dass entsprechende Regelungen sinnvoll und wirksam umgesetzt werden können.
Forderung
Der Gemeinderat und die Bildungskommission werden gebeten:
1. Die Einführung eines generellen Handyverbots für Schülerinnen und Schüler an der Schule Malters vertieft zu prüfen und zeitnah umzusetzen.
2. Die notwendigen strukturellen und rechtlichen Grundlagen (z. B. Anpassung von Schul- und Hausordnungen) zu schaffen.
3. Die Schule in der Umsetzung zu unterstützen – insbesondere durch begleitende Massnahmen zur Medienbildung, zur Förderung sozialer Kompetenzen sowie zur Kommunikation mit Eltern und Erziehungsberechtigten.
Die Parteileitung der Mitte Malters
